Hinweis 1

Das Schwimmen im Kanal ist verboten, jedoch beliebt und wird geduldet. 

Hinweis 2

Insbesondere das Anschwimmen der Schiffe birgt eine grosse Gefahr. In Bereichen, wo die Schiffe langsam fahren oder manövrieren erscheint es besonders leicht, die Schiffe zu entern. Unbekannt ist, dass viele Fracht- und Tankschiffe ein Bugstrahlruder haben. Es wurde nötig, die großen Binnenschiffe damit auszustatten, um die Manövrierfähigkeit zu erhalten. Das Bugstrahlruder erzeugt einen erheblichen Sog und kann den Schwimmer unter Wasser ziehen

Daten und Fakten

    Gebaut: April 1906 - Juli 1914

    Freigabe für die Schifffahrt am 09.Juli, Inbetriebnahme am 14.Juli 1914

    Länge 45,6 km, auf Herner Stadtgebiet 10,1 km mit zwei Schleusen

    Höhenunterschied ca.36 m (zwischen Herne und Duisburg)

    Schleusen: 5 (angelegt waren sieben)

    Häfen: 15

    Anrainerstädte: 10

    Fracht auf dem RHK: Kohle, Erz, Mineralöl, Chemische Produkte, Schrott, Baustoffe, Nahrungsmittel (ja wirklich!) und Baumstämme

    Jährlich werden 15 Mio. Gütertonnen mit 25.000 Schiffen transportiert.

Der Rhein-Herne-Kanal

 

Bei einigen Brücken, speziell Eisenbahn- und Rohrleitungsbrücken, besteht die Gefahr, dass der “Brückenspringer” bereits beim Erklimmen der Brücke abrutscht und möglicherweise nicht im Wasser landet, sondern auf Rohrleitungen oder anderen Teilen des Brückenbauwerkes.

Die “Brückenspringer” konzentrieren sich oft voll auf ihr Vorhaben und nehmen drohende Gefahren oft nicht wahr. An der Eisenbahnbrücke am Wanne-Eickeler Westhafen wurde beobachtet wie mehrere Jugendliche die Westseite der Brücke erklommen, um herunter zu springen. Die umliegenden Industrieanlagen verursachen werktags genug Lärm, dass die Jugendlichen das Nahen eines kleinen Schlauchbootes mit Außenbordmotor überhörten. Der Freizeitschiffer seinerseits konnte aus der Froschperspektive nicht sehen, was auf der Brücke vor sich ging. Die drei Jugendlichen sprangen zum Glück aller Beteiligten, bevor das Boot die Brücke erreichte.

Aber es lauern auch unsichtbare Gefahren unter Wasser, die der “Brückenspringer” aus 10, 15 und mehr Metern Höhe oft nicht wahrnehmen kann. In den Kanälen treiben über und unter Wasser Abfälle und Gegenstände. Was unter der Wasseroberfläche schwimmt, ist oft nicht zu erkennen. Unter der Wasseroberfläche braucht nur eine wegegworfene Plastiktüte schwimmen.

Wer aus 5 Meter Höhe ins Wasser springt, erreicht dabei eine Geschwindigkeit von fast 35 km/h.

Bei einem Sprung aus 10 Meter Höhe sind es schon fast 50 km/h und bei einem Sprung aus 15 Meter rund 60 km/h.

Der Aufprall kann so hart sein, dass er zu einem Knochenbruch führt. Manchmal schwimmen Holzstücke unter Wasser, die sich bereits so voll Wasser gesogen haben, dass sie nicht mehr auf dem Wasser schwimmen. Die sieht man überhaupt nicht, ebenso der Unrat, der in der Nacht über das Brückengeländer geworfen wird (z.Bsp. geklaute Fahrräder, Mofas u.ä.) birgt eine große Gefahr.